Künstliche Intelligenz und Klimawandel
Mark Coeckelbergh von der Fakultät für Philosophie leitet das Projekt.
Der Klimawandel ist eine der drängendsten Krisen unserer Zeit. Daher wird der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) zur Eindämmung des Klimawandels als vielversprechende Möglichkeit diskutiert.
Überblick
Der Klimawandel ist eine der drängendsten Krisen unserer Zeit. Daher wird der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) zur Eindämmung des Klimawandels als vielversprechende Möglichkeit diskutiert. KI-Technologien können zwar zur Eindämmung des Klimawandels beitragen, sind aber aufgrund ihres sehr hohen Energie- und Ressourcenverbrauchs auch Teil des Problems. Im Projekt „KI und Klimawandel” untersucht Mark Coeckelbergh, wie KI a) auf ethische und politisch verantwortliche Weise und b) in demokratischen Systemen eingesetzt werden kann, ohne die Grundlagen der Demokratie zu untergraben.
Das Projekt untersucht die ethischen Aspekte des Einsatzes von KI im Kontext des Klimawandels, wie beispielsweise die verschiedenen Abwägungen zwischen sozialen und ökologischen Auswirkungen sowie zwischen gegenwärtigen und zukünftigen Interessen. Es beleuchtet das Thema auch aus der Perspektive der politischen Philosophie. Um wirksam zur Eindämmung des Klimawandels beitragen zu können, müssen diese Technologien entweder zur Durchsetzung von Beschränkungen eingesetzt werden, die klimaschädliche Praktiken verbieten, oder um Menschen zu klimafreundlicherem Verhalten zu bewegen. Beides beeinträchtigt die Freiheit und Unfreiheit der Menschen, entweder indem es ihre Fähigkeit, das zu tun, was sie wollen, einschränkt (im Falle von Beschränkungen) oder indem es ihre Autonomie untergräbt (im Falle von Nudging). Freiheit und Unfreiheit sind geschätzte demokratische Werte, die geschützt und nicht untergraben werden dürfen. Dieses Projekt untersucht, wie dies erreicht werden kann, ohne den effektiven Einsatz von KI-Technologien zum Schutz des Klimas in demokratischen Systemen zu beeinträchtigen.